Grundlagenseminar Wien 03.07

Wir waren begeistert! Wir, das sind eine Personengruppe aus Deutschland die bei einer Sicherheitsfirma arbeiten und extra dafür angereist sind. Die meisten von uns haben in der einen oder anderen Kampfsportrichtung Erfahrungen. Auch sind wir keine Neulinge mehr was die Arbeit im Sicherheitsbereich angeht.
Die gesehenen Techniken waren wenig spektakulär aber wie wir am eigenen Leib spühren konnten sehr effektiv. Das Rad wurde nicht neu erfunden aber die Methodik ist eine von Grundauf andere. Sehr beindruckend was unser Körper so alles kann wenn einem gezeigt wird was möglich ist.
Eine enorme Eigenerfahrung war dieses Wochenende. Wir waren sehr erstaunt welchen Stellenwert die Atmung auf die Reaktionen in unserem Körper bei Treffern aus macht.
Jetzt werden wir das gute Netzwerk von Systema in Europa nutzen und uns in dieser Sache fit für den Job machen.
Danke für die Erfahrungen
V.S.  Teilnehmer erzählen

Ein Bericht von einem Teilnehmer der beim Systema-Grundlagenseminar in Wien am 17. und 18.09.2005 aktiv anwesend war.
Dieser Bericht wurde vom Teilnehmer im internationalem Kampfsportforum www.kampfkunstboard.de gepostet. Nochmals vielen Dank.
Hier ein Versuch eines kurzen und objektiven Berichtes über den 2. Tag des Einsteiger-Seminars in Wien (17. / 18. September 2005). Die Motivation, mir Systema einmal "in echt" anzuschauen, kommt einerseits daher, dass mich diverse Threads hier im Forum dazu animiert haben, andererseits ist KK nun mal mein Hobby und Neues interessiert mich sowieso. Ich selbst bin seit ein paar Jahren Schüler einer japanischen KK. Ich ging daher als völliger Systema-Neuling an die Sache heran, wobei ich versucht habe, die Unterrichtsinhalte *nicht* mit meinen bisherigen Kenntnissen von bestimmten Techniken zu vergleichen oder zu messen, sondern mich nur mit meinem Körpergefühl unvoreingenommen an die Sache buchstäblich heranzutasten oder besser heranzuspüren.
Das ganze Training fand im mondänen Ambiente des Palais Eschenbach in Wien unter der Leitung von Andreas Weitzel unter Assistenz von Alex und Stephan aus Graz statt. Den ersten Tag habe ich nicht mitgemacht.
Beginn war am Sonntag ca. um 10:00. Als erstes stand (recht intensives und schweißtreibendes) Aufwärmen auf dem Programm, wobei gleichzeitig Atemtechnik und Atemkontrolle durch die Koordination von Bewegung/Belastung/Körperspannung und Atmung geübt werden sollte. Mattenfläche gab es keine - aber wozu auch - der Parkettboden machte es einem sofort leichter, sich beim Fallen locker und rund zu bewegen.
Bevor dann das Training mit Partner begann, strich Andreas noch mal heraus, wie wichtig der vorsichtige Umgang mit dem Partner wäre, um Verletzungen zu vermeiden und eine gemeinschaftliche Trainingsatmosphäre zu schaffen. Besonders am Anfang soll locker, langsam und ohne Kraft geübt werden, da nur so die Prinzipien von Grund auf eingeübt werden könnten um sie dann später auch schnell und kraftvoll durchsetzen zu können.
Danach folgte der waffenlose Kampf, wobei die Schwerpunkte auf dem Umgang mit Halte/Umklammerungsangriffen und dem Aufnehmen und Austeilen von Faustschlägen nach den Systema-Prinzipien lagen. Stephan war dabei mein sehr geduldiger Übungspartner, der mir verschiedene Themen, die ich am Vortag versäumt hatte, noch mal kurz näher brachte. Andreas kümmerte sich um alle Schüler und ließ nicht nur mich unmittelbar spüren, wie mit verschiedenen Angriffen umgegangen werden könnte.
Als nächstes stand der Umgang mit Messerangriffen auf dem Programm - ein heikles Thema, mit dem ich mich noch nicht beschäftigt hatte. Auch hier legte Andreas wert darauf, den Schülern begreiflich zu machen, dass jeder Angreifer, der ein Messer führt unweigerlich im Vorteil gegenüber einem unbewaffneten Verteidiger ist. Um aber in Situationen, in denen Flucht unmöglich ist, zumindest die eigenen Chancen zu verbessern, sollten die verschiedenen Prinzipien gemeinsam erarbeitet werden. Jede waffenlose Verteidigung gegen ein Messer dient daher erstens der Schadensbegrenzung am eigenen Leib und zweitens der Verbesserung der eigenen Chancen von Null aufwärts. Höchstwahrscheinlich wird sie auch bei Erfolg mit Verletzungen am eigenen Körper enden. Ich hatte daher nicht den Eindruck, ein Universalrezept für Überlegenheit im Messerkampf oder den Stein der Weisen für die waffenlose Messerabwehr präsentiert zu bekommen. Die Übungen bestanden zuerst aus dem Reagieren auf den Druck des Messers durch Bewegung des Körpers (um tiefe Stich- zumindest noch in oberflächlichere Schnittverletzungen abzuschwächen) und danach im Versuch, das Messer und den Angreifer unter möglichst geringen Schäden am eigenen Körper unter Kontrolle zu bringen.
Mit dem Stock wurde als erstes spielerisch der Umgang mit der Waffe geübt (Koordination, Balance). Dann kam das Ausweichen gegen geschwungene Schläge von Oben, der Seite oder unten. Danach das ganze in Verbindung mit dem Kontrollieren des Angreifers. Schließlich kam noch das Aufnehmen von Treffern dran, sowie die mögliche Abwehr von Schlägen gegen die Beine mit dem Fuß (funktioniert am besten mit gutem Schuhwerk ) Auch eine Übung in Dreiergruppen, bei der sich ein Partner mit dem Stock gegen zwei "Angreifer" zu halten hatte stand auf dem Programm. Ziel dieser Übung für Koordination, Bewegungsgefühl, Waffenführung und Überblick war es für den Verteidiger, zu verhindern, dass ihn die Angreifer durch "Abklatschen" auf die Schulter als Verteidiger ablösten. Hier mein Dank an Alex, der in dieser Trainingseinheit mein Partner war.
Die Arbeit mit der Kette war auch Teil des Seminars, wobei zuerst wieder der spielerische Einstieg in den Umgang mit der Waffe auf dem Programm stand und danach das Ausweichen bzw. das Ab- und Umlenken von Angriffen mit der Hand oder dem Fuß geübt wurde, ebenso wie das Aufnehmen von Körpertreffern.
Am Ende durfte noch experimentiert, sprich es konnten beliebige Waffen (Stock, Kette, Messer) im freien Training gegeneinander ausprobiert werden.
Dann zum Abschluss gab’s eine kurze Entspannungsmassage für jeden Teilnehmer durch die Instruktoren. Schluss war etwa um 16:00.
In jedem Teilbereich wurde zwar auf Einsteigerniveau betont langsam, locker und ausreichend vorsichtig gearbeitet, sodass die Verletzungsgefahr minimiert wurde, aber Treffer aufgrund von eigenen Fehlern unmittelbar eine kleine Schmerzreaktion (AUA!) als Feedback auslösten. Bei den Fortgeschrittenen konnte ich beobachten, dass mit hoher Geschwindigkeit von Angriff/Verteidigung/Technik und mit denselben Prinzipien wie im langsamen Anfängertraining gearbeitet wird - was zumindest für mich persönlich den ewigen Vorwurf der Ineffizienz der Techniken auf den "Systema-Zeitlupenvideos" widerlegt.
Ich konnte selbst spüren und erleben, wie z.B. diese viel diskutierten ansatzlosen Schläge ausgeführt werden und gegen den (eigenen) Körper wirken, und wie ein Verteidiger nach den Systema-Prinzipien mit verschiedenen Angriffen meinerseits umgeht. Dass bewusst langsam und locker geübt wird, macht natürlich Sinn. Weder der Angreifer noch der Verteidiger könnten ohne dass sie Aufmerksamkeit auf das Spüren der Bewegungsabläufe legen, entdecken, wie und wohin sich ein Körper bewegen kann (für den Verteidiger) und muss (für den Angreifer, der eine Technik empfängt). Sowohl bei Angriff, als auch Verteidigung wird von Anfang an mit Improvisation und freier Anwendung der Prinzipien (Ausweichen, Eintreten, Gleichgewichtsbruch, Kontrolle durch Hebel im Schlag oder Wurf übernehmen) gearbeitet, nicht mit einer konkreten Technik A gegen Angriff B.
Andreas Weitzel habe ich als einen sehr freundlichen, geduldigen und kompetenten Instruktor kennen gelernt, mit dem ich in der Pause meine Fragen besprechen konnte und ein sehr interessantes Gespräch geführt habe. Das Trainingsklima war angenehm und amikal, ich hatte das Gefühl, dass auf das "Miteinander lernen" großen Wert gelegt wird und Vergleichs-, Konkurrenz- oder Wettkampfdenken hier keinen Platz haben.
Als "Zaungast" werde ich mir keine andere Wertung erlauben als die, dass mir das Hineinschnuppern in Systema großen Spaß gemacht hat und es sehr interessant war, etwas mehr über diese KK zu erfahren. Allen scharfen Systema-Kritikern kann ich (leider) nur das gleiche empfehlen wie die Systema-Vertreter hier im Forum: geht zu einem Lehrgang oder besucht Andreas in Augsburg. Ich bin sicher, dass er für Fragen und Kritik nicht nur hier jederzeit ein offenes Ohr hat - sondern er auch bereit ist, im persönlichen Gespräch und vor allem im Training und beim Üben (!) darauf einzugehen.
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Erfahrungsbericht: SYSTEMA Grundkurs 13.01.2005 Wien
Im Zuge diverser Plaudereien erzählte mir ein Kunde vor geraumer Zeit von "Systema". Da ich selber schon Erfahrung in Sachen Kampfsport habe (lang ist es her) und mich immer noch dafür interessiere, wurde ich neugierig und machte mich im Web mal schlau (Websites studieren, Videos downloaden, Foren durchackern, usw.)
Dann hab ich meine Leute solange mit Systema gequält, bis ich zu Weihnachten einen Gutschein für einen Systema - Grundkurs geschenkt bekommen habe. Freude groß, gleich einen Freund gefragt ob er mitkommt, Tag frei genommen und ab gehts:
Meine Erwartungen waren gemischt:
.) wird mir hier wieder so eine "ultraactionjacksongeheimkampfkunst" vorgestellt ?
.) ist das wieder mal Bauernfängerei mit abschließendem Vertragsangebot ?
.) fühl ich mich dort wohl und wie sind die Trainer?
(sowohl mein Kunde (Gunther Hick), als auch mein Mailkontakt (Alex Hermann), sehr professionell, locker und sehr freundlich - aber so sind Versicherungsvertreter und Anwälte auch *GG*)
.) welche Leute kommen zum Training?
die klassischen "ichmachdichkrankenhaus" Typen? - bitte nicht
NICHTS dergleichen, freudige Überraschung
Gleich zu Anfang lockere Plauderei ohne Stress, lauter nette Leute.
sehr gut - ab zum Training:
Geleitet wurde dieser Grundkurs von Mirco (Systema Karlsruhe, UDF-System Sicherheitsausbildungen Deutschland), Alex, Wolfgang und Gunther standen hilfreich zur Seite.
Danke gleich vorab an alle - war toll & lehrreich!
Angefangen von richtigem Atmen (den Unterschied merkt man erst wenn man´s mal probiert hat), über Fallschule (ach so ging das), Dann zeigen diverser Techniken und anschließend Partnertraining mit diversen "Partner aus Körperachse bringen, beim Rest hilft die Schwerkraft" Übungen. Aufgrund einiger Videos, wusste ich ja schon: sieht nach nix aus - und die Leute würfelt es reihenweise. Und das ist nicht nur Show - das funktioniert ganz einfach.
Das ganz schön langsam ausgeführt, da merkt man gleich im Ansatz, ob man etwas falsch macht, oder den Partner in die richtige Richtung lenkt - für Anfänger meiner Meinung nach optimal. Langsam die Schnelligkeit hochschrauben, aber erst wenn es langsam funktioniert (an die ganzen Zweifler in diversen Foren - auch Artisten im Cirque du Soleil üben anfangs nicht fullspeed)
Einer der positiven Eindrücke bei diesem Grundkurs war das Intensive eingehen auf die Trainierenden. Jede noch so blöde Frage wurde beantwortet, jeder Körperhaltungsfehler korrigiert, natürliche Körpermechanik erklärt & gezeigt. Und das ganze locker wie unter Freunden (nix zu sehen von "ichtrainer - ichbesserwiealle") - so macht Training spaß
Über Schlagabwehr, Festhaltegriffe usw. endlich zu meinem Lieblingsthema - die Messerabwehr: Man kennt das ja aus Filmen: Assasinen greifen mit Messer an und Hauptheld der Geschichte wehrt mal eben locker 30 Todesstöße ab, ersticht alle mit deren Messer und schwitzt nachher nicht mal, geschweige denn blutet er. Ausgemachter Schwachsinn wie man ja weiss - nur gibt es einige Trainer, die genau auf den Zug aufspringen: "mit Fuß das Messer weg schlagen", "Messer aus der Hand hebeln ohne Kratzer"., blabla usw. - endet meist in einem Blutbad. Und da ich beruflich mit Messern zu tun habe (seit 12 Jahren bei der Fa. DER MESSERKÖNIG in Wien), weiss ich wie schnell man blutet, nur weil man wieder mal nicht aufgepasst habe (JA - auch Profis sind hin und wieder patschert)
Nicht bei Systema: Uns wurde genauest dargelegt dass die Techniken, die uns unterrichtet wurden nur im allerletzten Notfall anzuwenden sind und man nachher auf alle Fälle verletzt wäre - nur halt nicht tot und so solls ja sein.
(und dann nur nach sehr emsigem Üben, wenn möglich solle man doch laufen....)
Endlich mal jemand der sich ernsthaft mit dem Thema Messer auseinander setzt und auch nicht über andere Kampfkünste herzieht. Es wurden diverse Schlagtechniken anderer Stile mit denen Systema-s verglichen, mehr nicht.
Das Training ist entspannt und detailliert ohne sich auf irgendwelche "wenn schlag links oben kommt muss man so blocken"
Techniken zu versteifen & das ganze mit ner prise Humor gewürzt.
Man muss sich keine komplizierten Bewegungsabläufe merken, die der natürlichen Bewegung zuwider liegen, so funktioniert
alles gleich viel leichter.
Systema ist kein Sport für Poser (keine gesprungenen Drehkicks zum Kopf oder ähnliches) und ist auch was für Leute die nicht mehr so beweglich sind wie mit 18 oder so wie ich schon ein schwerere Sportverletzungen hinter sich haben.
Ich muss für mich sagen, mit gemischten Gefühlen hingegangen und begeistert wieder heim. Systema bringt für mich realitätsnahe und effektive Selbstverteidigung bei, die sich sowohl im zivilen Bereich, wie auch im Security/Bodyguard - Bereich sehr effektiv einsetzen lässt ohne den Kontrahenten gleich grün und blau zu prügeln. (oder sich selbst zu verletzen). Auch wenn ich bis jetzt nur bei einem Schnupperkurs anwesend war, ich hab Feuer gefangen und brenne darauf regelmäßig zu trainieren.
Danke nochmals an alle Anwesenden für den interessanten Nachmittag (die paar blauen flecken merkt sich mein Körper als Mahnung, den selben Fehler nicht nochmals zu machen)
Es gab auch ein Übereinkommen wonach die Fa. UDF-System Sicherheitsausbildungen und die Fa. DER MESSERKÖNIG eine Kooperation in Sachen
Aus und Weiterbildung von Kunden zum Thema „Messertaktik und Technik“ anstreben. Erstes angestrebtes 2tägiges Seminar hat das Thema „Tatwaffe Messer“ und sollte alle jene Personen ansprechen welche sich mit dem „Messerkampf“ grundsätzlich beschäftigen.
Alle Interessierten an solchen Veranstaltungen können sich ab sofort bei uns im Geschäft bei mir, Gerald Windisch, melden.
Gerald Windisch ( Messerkönigcrew www.messerkoenig.at Sechshauserstraße 10 A-1150 Wien)
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Grundlagenintensivseminar Jänner 06/Graz
Mein 2 Seminarbesuch in Graz. Ich mache Systema jetzt seit einiger Zeit mit meinem Sohn voller Begeisterung. Als meine Frau mir den Termin bekannt gab wann das nächste Seminar mit Mirko stattfand dreht sich vieles um Systema. Je näher der Tag kam beschäftigte ich mich mit meiner Familie über (Internet, Übungseinheiten, vergangener Seminare, Erinnerungen wöchentlicher Trainingseinheiten usw.).1 Tag Begrüßung, viele neue Gesichter insgesamt zählte ich 17 Mann davon vier Damen Super!!. Was mich imponiert wie man mit Leichtigkeit und geringen Kraftaufwand eine Person die durchaus um einiges mehr wiegt alles man selbst aus dem Gleichgewicht und zu fall bringen kann .Systema löst meine innerliche Spannung und obwohl ich bis jetzt nur ein Bruchteil diese Sportes beherrsche ist für mich jedes Seminar ein Erfolg. Ein großer Dank an Mirko der die Wochenenden zu einem Erlebnisse für mich und meinen Sohn machte (hat auch schon 2 Seminare besucht)Ich hoffe das ich auch beim nächsten mal dabei sein kann. In diesem Sinne: Bis zum nächsten mal !
Fam. Trummer / Wildon
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